Warum natriumfreie Rezeptur?

Der Wert der Natriumfreiheit wird oft in Frage gestellt und ist ein häufiger Diskussionspunkt mit Ärzten und Pharmazeuten, da Natrium als Spurenelement nicht gleichzusetzen ist mit Natriumchlorid (Kochsalz). Des weiteren ist selbst die blutdrucksteigernde Wirkung des Kochsalzes nicht so stark, wie fruher angenommen. Also was soll gegen die Zufuhr diverser Natriumsalze in einem Basenpulver sprechen?

In erster Linie ist in vielen Fällen sowieso eine absolute Überlastung des Organismus mit Natriumchlorid vorliegend, ein Natriummangel hingegen äußerst selten vorliegend. Unsere Nahrungsmittel werden mit Kochsalz haltbar und geschmacksintensiv gemacht. Wir nehmen ein vielfaches des Tagensbedarfes an Natrium zu uns. Die Auswirkung von zuviel abendlicher Kochsalzzufuhr merkt man am nächsten Tag. Verschwollenen Augen, Durstgefuhl, Wasseransammlungen in den Beinen ( Ödeme ). Vor allem aber reduziert Kochsalz das Wohlbefinden.

Die Säureausscheidungsfunktion der Niere wird durch Kochsalz blockiert und der Organismus ist nicht in der Lage genug saure Valenzen auszuscheiden. Eine stille oder schleichende Übersäuerung ( latente Azidose) entsteht. Deshalb versucht unser Gehirn Durstgefühl hervorzurufen und mittels vermehrter Flüssigkeitszufuhr kann das Salz den Körper über die Nieren verlassen. Diese sind wieder frei verfügbar zur so wichtigen Säureauscheidung.
Andere Natriumsalze ( z.B. Natriumhydrogenkarbonat) befinden sich in einem dynamischen Gleichgewicht. Natriumchlorid ist eine der stabileren Verbindungen. Gelangt ein Natriumsalz in den Magen, kommt es unweigerlich zur Reaktion mit den massenhaft im Magensaft vorkommenden Salzsäure ( H CL ). Die Gleichung dafur lautet :
NaHCO3 + H CL = NaCL + H2CO3

Es entsteht also Natriumchlorid. Kochsalz braucht bei unseren Nahrungsgewohnheiten nicht extra zugeführt werden. Bei diversen Untersuchungen konnte mit natriumfreiem Basenpulver bessere Ergebnisse erzielt werden. Dies alleine begründet schon den Sinn der Natriumfreiheit.