Flüssigkeitszufuhr – ja aber wie?

Generell wird in allen Entsäuerungsratgebern davon gesprochen möglichst viel zu trinken. Konkrete Aussagen dazu finden sich nirgends.

Allerdings werden an uns eine große Menge Fragen gerichtet, die mit diesem Thema in Zusammenhang stehen und hier einzeln beantwortet werden:

Wann kann ich viel trinken?

Eigentlich immer. Natürlich ist es einfacher das Trinkverhalten in die Richtung zu ändern , dass Vormittags und am frühen Nachmittag viel getrunken wird. Bedenken soll man, dass Flüssigkeit, die man zu sich nimmt, den Körper auch wieder verlässt. Also Vermeiden Sie abends zu viel zu trinken, sonst kann es sein, dass der Schlaf durch den Gang auf das WC gestört wird.
Wie viel ist eigentlich viel?

Die medizinische Regel lautet:Die täglich zuzuführende Trinkwassermenge in Litern ist die Hautoberfläche im Quadratmetern mal zwei .
Hautoberfläche in Quadratmetern x 2 = Trinkmenge in Litern
Durchschnittlich liegt die Hautoberfläche zwischen 1,5 und 2 Quadratmetern. Also liegt der Durchschnittsbedarf an Flüssigkeit bei drei bis vier Litern täglich. Diese Empfehlung bezieht sich auf normotones Wasser. Hypertone und säurehältige Getränke ( Fruchtsäfte, Alkoholische Getränke, Kaffee) dürfen nicht dazugerechnet, sondern müssen abgezogen werden.
Scheinbar ist dies äußerst viel. Wenn man sich das natürliche Durstgefühl wieder angeeignet hat (durch Übung im Wassertrinken) scheint diese Menge für einen Tag eher gering. Abhängig ist dieser Wert auch von Körpertemperatur, körperlicher Betätigung, Schwitzen, Umgebungstemperatur, Alter und vieles mehr.

Einfacher ist die leicht zu kontrollierende Regel:

EINMAL AM TAG SOLL DER HARN KLAR WIE WASSER SEIN
Was soll ich trinken?

Am Besten hochwertiges Leitungswasser sofern vorhanden. Bin hoher Prozentsatz des Leitungswassers in Europa ist aufbereitetes Oberflächenwasser. Fragen Sie Ihren Wasserzulieferer, woher Ihr Trinkwasser kommt. Wenn dieses nicht genügend Qualität bietet, verwenden Sie stilles Mineral- oder Tafelwasser das die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt. Wasser ist Leben.

Kohlensäurehältige Getränke ja oder nein?

Kohlensäurehältige Getränke sollen vermieden werden. Nicht nur der Säurebelastung wegen, sondern auch wegen der im Darm freiwerdenden Gase. Vereinzelte Personen vertragen kohlensäurehältige Getränke ohne mit der Wimper zu zucken. Auch hier gilt wieder das der Stoffwechsel jeder Person unterschiedlich arbeitet und auch von zeitlichen Variablen abhängig ist

Welche Kräutertees unterstützen die Entsäuerung?

Eine Vielzahl von Kräutertees können eine Entsäuerung unterstützen. Im Vordergrund steht die Ankurbelung der Natriumchloridausscheidung der Niere. In mitteleuropäischen Breiten werden dafür vor allem der einfach zu generierende Brennesseltee und auch der Löwenzahn. Ansonsten sei auf die Literatur der Pflanzenheilkunde verwiesen.

Welche Mineralwässer werden empfohlen?

An ein brauchbares Mineralwasser im Sinne der Entsäuerungslehre werden folgende Anforderungen gestellt :
Kohlensäurefrei, also sogenanntes stilles Mineralwasser. Basischer PH-Wert über 7,4. Natriumarm, bzw. streng natriumreduziert (Natriumfreies Mineralwasser gibt es fast nicht)

Wenn diese Anforderungen erfüllt sind, kann ein solches Mineralwasser auch über längere Zeit getrunken werden, ohne die Säurebelastung des Körpers zu erhöhen.